Nachmittags.
Der Tee ist getrunken, Pflaumenkuchen gab es auch.
Ich bin müde.

Es ist wieder passiert: ich bin dieselbe Strecke wie immer gefahren. Eigentlich sehne ich mich nach einer längeren Tour, nach einem kleinen Rennrad-Abenteuer auf unbekannten Wegen. Oder weniger bekannt zumindest. Aber das bringt leider das Durchqueren von dichter besiedelten Wohngebieten mit sich. Zwischen mir und schöner Landschaft im Osten liegt ein Wohngebiet, dass ich nicht durchqueren will. Im Westen sieht es ähnlich aus und im Süden ist auch noch viel Verkehr dazu. Und so bin ich wieder einmal auf meiner Standard-Route geblieben.

Die heutige Ausfahrt war wie die letzte auch wirklich schön. Das erste Mal seit gut zwei Jahren kann ich die Zeit auf dem Rennrad einfach genießen, ohne dass mir die verfluchte Urtikaria den Spaß verdirbt. Der Ausschlag ist zwar noch da, aber deutlich milder. Anstatt mich erstmal eine Stunde lang zum Abkühlen auf eine Bank setzen zu müssen, kann ich jetzt einfach weiter fahren - sogar mit Sonne - und den Fahrtwind spüren.

Mein Rad vor kleiner Schleuse
Kurze Pause auf der Hauptstrecke

Weil ich noch Energie und meine Strecken langsam wieder länger werden sollen, habe ich auf der Heimfahrt einen kleinen Abstecher gewagt. Und zwar durch den ungeliebten östlichen Stadtteil, den ich sonst meide. Der Zweck war die Auskundschaftung des Gebiets für das nächste Mal. Und dann war es gar nicht so schlimm. Die Route, die ich dieses Mal nahm, war ruhig, ein Stück Fahrradweg einfach geradeaus, keine Überraschungen und kein Verirren.

Mein Rad auf der verbindenden Brücke mit Blick auf eine wilde Wiese
Kurze Pause auf der Hauptstrecke

Ganz durch bin ich nicht gefahren, weil ich einfach nicht genug Verpflegung für was Längeres dabei hatte. Aber nächstes Mal - so nehme ich es mir vor - bringe ich genug zu essen mit und fahre durch bis zu den Deichen.