Es gibt Momente, in denen man merkt, dass etwas zu Ende gegangen ist – nicht mit einem Knall, sondern ganz leise. Man hält noch fest, obwohl die Hand längst leer ist.
Ich denke oft darüber nach, was es bedeutet, wirklich loszulassen. Nicht im Sinne von Aufgeben, sondern im Sinne von: den Raum freigeben, damit etwas Neues entstehen kann.
Der Weltraum dazwischen
Zwischen zwei Sternen ist kein Nichts. Es ist Raum – potenzielle Energie, Möglichkeit, Stille die auf etwas wartet. Das klingt vielleicht pathetisch, aber manchmal braucht man die großen Bilder, um die kleinen Dinge zu verstehen.
„Der Weltraum ist nicht leer. Er ist voll von dem, was noch nicht da ist."
Ich habe diesen Satz irgendwo gelesen und nie wieder gefunden. Vielleicht habe ich ihn mir auch nur eingebildet.
Was das konkret bedeutet
Für mich heißt Loslassen gerade:
- Ein Projekt, das ich seit zwei Jahren mit mir trage, endlich schließen
- Nicht mehr auf eine Antwort warten, die nicht kommt
- Den Ordner löschen, den ich nie öffne aber auch nie lösche
Das klingt nach wenig. Aber es fühlt sich nach viel an.
Vielleicht schreibe ich nächste Woche, wie es sich angefühlt hat. Oder ich schreibe über etwas ganz anderes. Das ist das Schöne an einem Logbuch – es muss nichts werden.